Unser A bis Z
Hier sind die aktuellen Grundpositionen der Fraktion zu einzelnen Politikfeldern zu finden. Das Angebot wird noch erweitert. Bei Fragen zu Themen, die hier noch nicht abrufbar sind, empfehlen wir den direkten Kontakt zu den Abgeordneten bzw. zur Geschäftsstelle.
KITA
Kinder brauchen eine Gesellschaft, in der sie sich respektiert und wohl fühlen. Ob zu Hause, in der Kindertagesstätte oder beim Spielen. Dazu gehört vor allem, dass Kinder als eigenständige Persönlichkeiten anerkannt werden.
Für DIE LINKE sind Rechte und Bedürfnisse der Kinder ebenso wichtig wie sozial gerechte Bedingungen für Menschen, die mit Kindern leben.
Kinder brauchen die Möglichkeit, ihr Lebensumfeld mitzugestalten. Für Frauen müssen die best möglichen Voraussetzungen geschaffen werden, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren.
Wiederholt und in den vergangenen Jahren in zunehmendem Maße hat sich der Zusammenhang zwischen sozialem Status, Entwicklungsauffälligkeiten und gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Kindern, die in die Schule kommen, gezeigt. Daher räumt DIE LINKE einer qualitativ hochwertigen Kindertagesbetreuung für alle Kinder einen hohen Stellenwert ein. Kitas dürfen nicht Aufbewahrungsstätten für Kinder - sie müssen Bildungseinrichtungen sein bzw. werden.
DIE LINKE tritt für die Durchsetzung eines uneingeschränkten Rechtsanspruchs eines jeden Kindes in Brandenburg auf einen Kita-Platz und die Erhöhung der Qualität der Betreuung, Bildung und Erziehung in den Kitas ein.
Die rot-rote Koalition hat sich im Rahmen ihres Programms „Gute Bildung für alle von Anfang“ im Koalitionsvertrag 2009 dazu bekannt, die Qualität in der Kindertagesbetreuung weiter zu verbessern. Mit einer gezielten Förderung der Kinder unter Einbeziehung der Eltern, dem weiteren Ausbau von Kitas zu Eltern-Kind-Zentren und der Einbindung von älteren Menschen in die Arbeit von Kindertageseinrichtungen für ein generationsübergreifendes Miteinander soll die frühkindliche Bildung qualitativ ausgebaut werden. Die Qualität der Bildungsarbeit in den Kindertagesstätten soll durch eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels sowohl für die 0- bis 3-Jährigen als auch für die 3- bis 6-Jährigen angehoben werden
Gleich im ersten Jahr der Legislatur hat die rot-rote Koalition dazu das Kita-Gesetz novelliert. Es trat ab 1. November 2010 in Kraft. Der Betreuungsschlüssel für Kinder unter drei Jahren wurde von 1 Erzieherin für 7 Kinder auf 1 zu 6 und für über Dreijährige von 1 zu 12 auf 1 zu 10 gesenkt.
Trotz angespannter Haushaltslage gibt die rot-rote Koalition dafür jährlich 36 Mio Euro mehr aus. Das unterstreicht, dass es der Koalition mit ihrer Prioritätensetzung zu Gunsten der Bildung ernst ist.
Parallel zum Kita-.Gesetz hat die Koalition die Kita-Personalverordnung geändert, um die Zugangsmöglichkeiten für angehende Fachkräfte in den Kindertagesstätten zu erweitern, ohne dass die Qualität der Bildung, Betreuung und Erziehung aufs Spiel gesetzt wird.
Begleitet wurde das parlamentarische Handeln der rot-roten Koalition von den außerparlamentarischen Initiativen vieler Kita-ErzieherInnien und Eltern, die mit sehr viel Einfalls- und Ideenreichtum und unermüdlichem Engagement immer wieder gedrängt und einen hilfreichen Handlungsdruck erzeugt haben.
Dennoch: das Ende der Fahnenstange hinsichtlich der Personalausstattung der Kita ist aus Sicht der LINKEN damit nicht erreicht - diesem Schritt werden bei entsprechenden finanziellen Möglichkeiten weitere folgen.


