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Vom: 11. Juli 2007
Begonnene Wertedebatte verbindlich weiter führen
Zum Bündnis für Werte und Erziehung, das der Bildungsminister heute mit 33 Partnern gegründet hat, erklärt die Fraktionsvorsitzende Kerstin Kaiser:
Kerstin Kaiser

Die LINKE unterstützt prinzipiell einen breit angelegten Dialog über Werte und Werteerziehung in der Öffentlichkeit. Daher wird sie weiter in dem Bündnis mitarbeiten, das heute gegründet wurde.

Denn angesichts der Tatsachen, dass:

  • 43 Prozent aller Jugendlichen das Land verlassen wollen, weil sie für sich keine Zukunftschancen sehen,
  • ausländerfeindliches und rechtsextremistisches Gedankengut und entsprechende Verhaltensweisen bei jungen Brandenburgern um sich greifen,
  • 69 Prozent der jungen Leute Arbeit als wichtigstes Kriterium für ihre Zukunft ansehen, aber in Brandenburg nicht genügend Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung stehen,
  • die Gewalt an Schulen immer größere Ausmaße annimmt,
  • gibt es enormen Handlungsbedarf für ein solches Bündnis.

Die LINKE erwartet von dem Bündnis konstruktives Handeln im Sinne des Wertekonsens unserer Verfassung und ist bereit, sich dabei konstruktiv einzubringen. Das Bündnis mit seinen 33 Partnern muss konkrete Projekte auf den Weg bringen und dabei die vielfältigen Potentiale der verschiedenen Akteure u.a. aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport nutzen. Sich nicht Diskussionen und Erklärungen zu erschöpfen, sondern aktiv in die Politik einzugreifen, ist unser Ziel.

Es gilt einen konkreten Beitrag zu leisten, damit die Demokratie in diesem Land gesichert und ernst genommen wird. Dazu gehört, Rahmenbedingungen politisch so zu gestalten, dass die soziale Herkunft von Kindern nicht von vornherein ihre Zukunftschancen beschränkt. Junge Menschen müssen unterstützt werden - nicht nur, damit sie unter komplizierten Verhältnissen den eigenen Platz in der Gesellschaft finden, sondern auch in ihrem Engagement. Demokratie funktioniert nur, wenn sie vorgelebt wird. Die LINKE unterstützt die Verbindlichkeit der begonnenen Wertedebatte.
„Sich kümmern, statt wegsehen“. Diese Losung muss Maßstab sein - sowohl für die Arbeit des Bündnisses als auch für das Handeln der Landesregierung.


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